So geht Mitgliederbeteiligung

Der Alpenverein Berlin (Deutscher Alpenverein Sektion Berlin) ist nach Herta und Union der drittgrößte Verein der Stadt. Über 20.000 Mitglieder gehen in den Kletteranlagen in Berlin und in den Bergen ihrer Leidenschaft nach. Wie viele andere Sektionen des Alpenvereins ist die Sektion in Berlin in den letzten Jahren stark gewachsen. Das Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft.

Mit neuen Mitgliedern ändern sich die geäußerten Wünsche und Prioritäten und diese sind wie so oft divers. Um ein belastbares Bild über die Bedarfe und Einstellungen der Mitglieder zu erhalten, wurde im Sommer 2021 mit unserer Unterstützung eine Mitgliederbefragung umgesetzt. Abgefragt wurden nicht nur Wünsche für Leistungen in der Zukunft, sondern auch Haltungen der Mitglieder zu strategischen Entwicklungsfragen des Vereins etwa: welche Rolle soll der Verein zukünftig in Berlin spielen? Wie wichtig ist den Mitgliedern Umwelt- und Naturschutz? Welche Rolle hat Klettern als Leistungssport? Welche Ansprüche an Beteiligung gibt es?

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung zu diesen Fragen waren sehr aufschlussreich. Manches bestehende Bild wurde bestätigt, aber es gab auch überraschende Einsichten, etwa zur Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit für die große Mehrzahl der Mitglieder oder zur Bereitschaft, sich in die Arbeit des Vereins aktiv einzubringen.

Um die Ergebnisse der Befragung qualitativ zu vertiefen, ging der Verein noch einen Schritt weiter. In einem offenen Diskussionsformat (Methode: World Café) wurden ausgewählte Fragestellungen zu sieben Themen mit Mitgliedern diskutiert. Als inhaltlicher Impuls waren zusätzlich Ergebnisse aus der Befragung und Aussagen zu langfristigen Entwicklungszielen vorbereitet.

Der Austausch war intensiv und lebhaft. Besonders spannend für die „altgedienten“: es beteiligten sich auch Mitglieder, die sonst in den Gremien und Gruppen des Vereins nicht zu sehen sind. Entsprechend kamen nicht nur bekannte, sondern auch neue Perspektiven und Impulse buchstäblich auf den Tisch. Im nächsten Schritt wird auf der Grundlage der Diskussionsergebnisse die Arbeit am Leitbild des Vereins abgeschlossen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in die inhaltliche Arbeit und strategische Schwerpunktsetzung des Vereins einfließen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beteiligungsformat waren sehr positiv. Hervorgehoben wurde die Möglichkeit, eigene Perspektiven eizubringen, statt auf vorgefertigte Vorlagen reagieren zu müssen. Unsere Erfahrung spezialisierte Verbandsberater hat sich bestätigt: die Verbindung von Befragung und vertiefender Diskussion in einem World Café ist eine sehr gute Kombination von verfügbaren Methoden der Mitgliederbeteiligung. Sie eignet sich für viele Fragestellungen, wenn Entscheidungen breit im Verein abgestützt werden sollen. Wir möchten sie wärmstens zur Nachahmung empfehlen.

Sprechen Sie uns darauf an!

Weitere Beiträge

B’VMessage Nr. 79 – Wissensarbeit, Sponsoring und Strategie

Lesen Sie die aktuelle B'VMessage mit Fachartikel unserer Beratenden jetzt. Finden Sie heraus, welche Aktivitäten die B'VM umsetzt und/oder plant und holen sich Informationen zu Events und zu B'VM Mitarbeitenden. Viel Spass bei der Lektüre!

Agilität – etwas für Ihre Organisation?

Gärtchendenken, Innovationsstau, zu lange Entscheidungsprozesse, Bürokratie etc. Kein Wunder interessieren sich immer mehr Organisationen für Agilität und Formen der Selbstorganisation. Unser neuer Kurs bringt Klarheit für Sie und Ihre Organisation.

Job
Stiftungsratmitglieder (Ehrenamt)

Zur Erweiterung des bestehenden Stiftungsrates sucht Zugang B ehrenamtliche Stiftungsratsmitglieder (m/w), die durch ihre Einstellung und ihr Engagement dem Stiftungszweck verbunden sind. Sie bringen ausgewiesene Erfahrung in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kindsschutz oder Migration mit sowie Kompetenzen im Umgang mit den Behörden, der Politik, den Medien und der Zivilgesellschaft.

Job
KV-Lehrstelle EFZ

Per August 2023 wird bei der B‘VM eine Lehrstelle als Kauffrau/Kaufmann EFZ frei. Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung erhältst du Einblick in unser Beratungsunternehmen und die Möglichkeit, verschiedene Verbandssekretariate im Gesundheitsbereich aktiv kennenzulernen.

Job
Assistent:in der Geschäftsführung

Zur Ergänzung des Betreuungsteams sucht die Stiftung Sonnenhalde Sie als Assistent:in der Geschäftsführung in einem Pensum von 50-70%. Sie übernehmen u. a. verschiedene Projekte und die Verantwortung für betriebliche Themen wie z.B. Qualitätsmanagement, Datenschutz, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und IT.

Job
Bereichsleiter:in Agogik

Zur Ergänzung des Betreuungsteams sucht die Stiftung Sonnenhalde Sie als Bereichsleiter:in Agogik in einem Pensum von 80-100%. Sie übernehmen die Gesamtverantwortung für den Bereich Wohnen / Externat / Entlastung sowie Arbeitsverantwortung für eine umfassende agogische Begleitung der Klient:innen sowie für ein ausgewogenes, bedürfnisorientiertes Angebot.

Und schon wieder kümmert sich der Vorstand ums Tagesgeschäft…

Viele Vorstände und Stiftungsräte sind sich ihrer Rolle bewusst und möchten ihre NPO strategisch führen. Doch immer wieder passiert’s: man diskutiert über das operative Tagesgeschäft. Wie gelingt es dem Vorstand / Stiftungsrat noch besser, den strategischen Fokus zu behalten? Eine Metapher hilft dabei..

Im Bild wird das Potential von Sponsoring als Finanzierungsquelle von NPO als drei Stapel Münzen dargestellt, die von rechts nach links grösser werden. Aus jedem Stapel wächst eine grüne Pflanze, die von links nach rechts auch immer grösser wird.
Das Potenzial von Sponsoring als Finanzierungsquelle von NPO

Um das Potenzial von Sponsoring auszuschöpfen, müssen einige Grundre-geln beachtet werden. Dieser Blogbeitrag von B'VM Berater Dr. Michael Zurkinden liefert eine praxisorientierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Bestimmung des Stellenwerts von Sponsoring im Finanzierungsmix einer NPO.

Strategie: von der Erarbeitung zur Umsetzung

Es gehört zu den wichtigsten Führungsaufgaben, die Zukunftsfähigkeit der Organisation zu gewährleisten. Auch eine gelungene strategische Planung nützt jedoch wenig, wenn die Umsetzung nicht gelingt. Wie können wir die Erfolgschancen beeinflussen? Welche Faktoren haben sich in der Praxis als relevant herausgestellt? Kurz gesagt: Die Weichen werden bereits in der Strategie-Erarbeitung gestellt.

SAME SAME BUT DIFFERENT?

In diesem Beitrag zeigen Karin Stuhlmann und Stephan Mellinghoff der B'VM auf, warum das Thema „Frauen in Führungspositionen“ unterschiedliche emotionale Reaktionen hervorruft. Sie beleuchten das Thema aus einer praxisorientierten Sichtweise und legen dar, warum das Thema für Verbände, Kammern und Stiftungen wichtig ist. Lesen Sie es jetzt!

Wir sind gerne für Sie da

Nutzen Sie das Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach kurz an.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Kontaktformular